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Jungen Piraten gründen sich neu

Junge Piraten

@WupperJojo im Bällchenbad des Bundesparteitags | CC BY 2.0 Michael Renner

@WupperJojo im Bällchenbad des Bundesparteitags | CC BY 2.0 Michael Renner

Die neuen Jungen Piraten sind nicht weniger bunt, als die Jungen Piraten es bisher waren. Es waren 17 Personen, die in einem Nebenraum beim Bundesparteitag 16.2 der Piratenpartei im Kreis saßen, um eine neue Jugendorganisation zu gründen. Beim Namen ist man sich einig, “Junge Piraten” soll der Name lauten, auch, wenn es schon einmal einmal eine Jugendorganisation mit dem Namen “Jungen Piraten” gab.

Doch schon die Frage, bis zu welchem Alter jemand Mitglied sein darf, führte zu Diskussionen. Einige sagen: “Älter als 27 sollte kein Junger Pirat sein”. Ein anderer weiß zu berichten, dass die JU die Grenze erst bei 35 Jahren zieht, die Grüne Jugend den Schnitt bei 28 Jahren und andere Jugendorganisationen der verschiedenen Parteien andere Zahlen festgelegt haben. Dass die Lebensumstände viel mehr über jung und alt entscheiden, als die Anzahl an Lebensjahren, ist allen klar. Wer in jungen Jahren Kinder bekommt (die Jungen Piraten sprechen davon, “neue JuPis zu machen” und kichern dabei leise), sei von der Jugend schon per Definition um eine Generation entfernt. “Die JuPis, also die alten, hatten die Grenze bei 30 Jahren gezogen”, weiß einer zu berichten, doch die Mutmassung “die Grenze wurde angehoben, um es Julia Reda zu ermöglichen, weiterhin Mitglied der JuPis zu bleiben”, lässt nicht lang auf sich warten. Da saßen sie gedanklich wieder mit im Kreis, die alten Jungen Piraten, die jetzt nicht mehr mit der Partei in Verbindung gebracht werden wollen.

Allerdings gingen nicht alle bisherigen JuPis den Weg des #JuPxit mit. Von den 17 Gründungsmitgliedern, die jetzt den Neustart wagten, waren rund 1/3 schon bisher dabei – und wollen es bleiben. Der “europe beyond division e.V.”, also der Verein, der sich einmal “Junge Piraten” nannte und die Jugendorganisation der Partei darstellte, möchte die Namensrechte jedoch nicht abgeben und auch der Twitteraccount @JungePiraten soll der “Social Justice Warrior”-Organisation “europe beyond division” erhalten bleiben.

Screenshot der Stellungnahme auf Twitter

Screenshot der Stellungnahme auf Twitter

Die Piratenpartei hat die neuen Jungen Piraten inzwischen als Jugendorganisation anerkannt. Dass dem “europe beyond division e.V.” der Status als Jugendorganisationen der Piratenpartei aberkannt wird, gilt als Formalie. Gestellt wurde ein entsprechender Antrag dazu von Jonathan-Benedict Hütter [Update: Er stellte diesen Antrag für die AG Junge Piraten], der auf der Gründungsversammlung zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Er will junge Menschen für Politk und piratige Werte begeistern. Mit ihm sollen die JuPis parteinaher sein, soweit es das Interesse der jungen Menschen möglich macht. Die JuPis wollen piratige Politik für junge Menschen machen, statt innerparteiliche Opposition aus Prinzip zu sein.

Bei der Frage nach Aufnahmealter einigen sich die Jungen Piraten schließlich auf die Grenze, die galt, bevor sie auf 30 Jahre angehoben wurde: Das 27. Lebensjahr. Kontinuität scheint wichtiger als Revolution.

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Nach der Wahl – Patrick Schiffer im Interview

BPT 2016.2 in Wolfenbüttel | CC-BY-SA 2.0 Sperling

CC-BY Tobias M. Eckrich

CC-BY Tobias M. Eckrich

Flaschenpost: Erst einmal natürlich herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum ersten Vorsitzenden.

Patrick Schiffer: Vielen Dank.

Flaschenpost: Die wichtigste Frage gleich zu Anfang: Wie hat dir deine Verwandtschaft zu Claudia Schiffer geholfen, die Wahl zu gewinnen?

Patrick Schiffer: Haha, ich glaub gar nicht … keinen Einfluss, vielleicht nur ein kleiner Promi-Faktor.

Flaschenpost: Nur ein kleiner Spaß. Die BILD und Welt haben es im Artikel zu deiner Wahl natürlich gleich als Aufhänger genommen.

Patrick Schiffer: Ich weiß, es war aber ein wenig kalkuliert. Ich hatte das bereits in anderen Interviews erwähnt und auch schon auf Parteitagen darüber gesprochen.

Flaschenpost: Zu den richtigen Fragen. In deiner Rede klang es so, als hättest du dich schon rundum abgesichert, solltest du gewählt werden. Hast du denn damit gerechnet, dass du gewinnst?

Patrick Schiffer: Nein, habe ich nicht. Ich habe es einfach aus den letzten zwei bis drei Jahren im Landesvorstand gelernt, dass ich mich am besten auf alle Eventualitäten vorbereite. Es ist ein große Verantwortung, allein dieses Amt anzustreben. Es war aber auch andersherum: Auch, wenn man nicht gewählt wird, muss man Vorbereitungen treffen. Ich habe mit dem Team geredet, ich hätte weiter im Landesvorstand in NRW bleiben können. Alle waren damit einverstanden. Es ist wichtig, dass da Kontinuität stattfindet. Aber auch jetzt werde ich dem LV-Vorstand weiter als Unterstützung erhalten bleiben.

Flaschenpost: Was wird dein erstes Projekt sein, dass du als neuer 1V angehen willst?

Patrick Schiffer: Zuallererst stehen die Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen an. Ich werde mir meine Zeit einteilen müssen, wohin ich zum Wahlkampf gehe. Wichtig sind natürlich die 10-Jahres-Feier in Berlin, beim Straßenwahlkampf präsent sein und, dass ich Kontakt mit Journalisten aufnehme. Mit Bruno Kramm habe ich verabredet, dass wir die ersten fünf Kandidaten von Berlin besser in der Bundespresse unterbringen; wir werden da verschiedene Pressetermine organisieren. Auch mit Niedersachsen bin ich deswegen schon in Kontakt. Und dann ist da natürlich die Organisation innerhalb des Teams – da gibt es jetzt eine schöne Kombination zwischen Neuem und Kontinuität, das sollten wir ausnutzen.

Flaschenpost: In deiner Kandidatenrede hast du recht idealistisch über deine Ziele geredet. Springen wir ein Jahr vor: Was soll in deinem Tätigkeitsbericht zum entsprechenden BPT in 2017 stehen?

Patrick Schiffer: Dass die bundesweite Frage: “Gibt es euch eigentlich noch?” tot ist. Dass die Menschen uns wieder als innovative, nachhaltige politische Kraft, als politisches Labor, als kritische Stimme gegenüber der Politik, und dennoch als frech und auch mal laut wahrnehmen. Wir müssen alte Strukturen aufbrechen durch clevere Aktionen und Sprüche. Und ich möchte, dass es ein Kampagnen-Team gibt, das an die Öffentlichkeitsarbeit angegliedert wird. Es soll einfach wieder Spaß machen, Pirat zu sein.

Flaschenpost: Der Bundestagswahlkampf nächstes Jahr ist auch nicht mehr fern. Was sind deine Ideen, um in diesen Wahlkampf voranzubringen?

Patrick Schiffer: Zunächst muss ich natürlich Kontakt mit Journalisten in der bundesweiten Presse und den unterschiedlichen Medien herstellen. Die Übergabe von Sekor zu mir ist dabei sehr wichtig. Dann würde ich gerne mit ausgewählten Themen, die uns liegen, tagesaktuell und auch langfristig in die Medien kommen, ob nun mit Pressemitteilungen, eigenen Beiträgen oder aber auch mit dem “Lancieren” von Artikeln. Eine bessere Vernetzung der AGs mit dem politischen Geschäftsführer und der Bundespresse, um diese und deren Know-How mehr nach vorne zu stellen, ist auch ein Ziel. Außerdem möchte ich zusammen mit der SG Gestaltung eine neue Image-Kampagne in den nächsten Wochen starten, noch vor Berlin. 

Flaschenpost: Ein wichtiges Thema, über das wir schon sprachen und das als wichtig und kritisch wahrgenommen wird, ist die Öffentlichkeitsarbeit. Was muss sich insgesamt in der Öffentlichkeitsarbeit ändern, damit wir wieder als präsent wahrgenommen werden?

Patrick Schiffer: Der Fokus soll – in Absprache mit dem Presseteam – mehr auf fachlichen Tiefgang in allen Politikfeldern gelegt werden. Dementsprechend wünsche ich mir eine engere Zusammenarbeit mit den Landtagsabgeordneten und den AG-Koordinatoren. Und wenn ich dafür mehrere Stunden am Telefon hängen muss – das will ich verbessern. Da werde ich das Vertrauen, dass in mich gesetzt wurde, abfragen. Ich möchte den politisch Aktiven in der Partei den roten Teppich ausrollen, egal auf welcher Ebene, und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Ideen an die Öffentlichkeit zu bringen.

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Piratenpartei Nordrhein-Westfalen - 27. August 2016 - 19:01

Sebastian Kroos neuer Landesvorsitzender der PIRATEN NRW

Banner Sebastion Kroos - A -Düsseldorf, 27.08.2016 Der bisherige Landesvorsitzende der PIRATEN NRW Patrick Schiffer wurde mit ca. 59 % auf dem Bundesparteitag in Wolfenbüttel zum neuen Bundesvorsitzenden der PIRATEN gewählt. PIRATEN - BPT162 - BUNDESVORSITZENDER PATRICK SCHIFFER - FOTO be-him CC BY NC ND

PIRATEN – BPT162 – BUNDESVORSITZENDER PATRICK SCHIFFER – FOTO be-him CC BY NC ND

Patrick Schiffer hat daraufhin den Landesvorsitz in NRW niedergelegt und sein bisheriger Stellvertreter Sebastian Kroos wurde daraufhin satzungsgemäß zum neuen Vorsitzenden der PIRATEN NRW.  PIRATEN NRW - LANDESVORSITZENDER SEBASTIAN KROOS - FOTO be-him CC BY NC ND

PIRATEN NRW – LANDESVORSITZENDER SEBASTIAN KROOS – FOTO be-him CC BY NC ND

„Ich danke pakki für seine gute Arbeit in den letzten drei Jahren auf dem herausfordernden Posten als Landesvorsitzender in NRW und wünsche ihm für seine Tätigkeiten im Bundesvorstand alles erdenklich Gute und viel Erfolg. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und auf die gute Zusammenarbeit mit meinen Kollegen im Landesvorstand und der Fraktion.“

Und nun? – Interview mit Stefan Körner

BPT 2016.2 in Wolfenbüttel | CC-BY-SA 2.0 Sperling

Stefan Körner | CC-BY-SA 3.0 Olaf Konstantin Krueger

Stefan Körner | CC-BY-SA 3.0 Olaf Konstantin Krueger

Nach zwei Jahren als Vorstandsvorsitzender der Piratenpartei ist es nun vorbei. Knapp verlor Stefan Körner die Wahl zum 1V gegen Patrick Schiffer auf dem BPT 2016.2 in Wolfenbüttel. Im Interview wollten wir wissen, wie er damit umgeht und was seine Pläne für die Zukunft sind.

Flaschenpost: Zwei Jahre als Vorsitzender der Piratenpartei – wenn dein Sohn alt genug ist, es zu verstehen: Wie wirst du ihm von dieser Zeit erzählen?

Stefan Körner: Ich werde ihm erzählen, dass ich von dem, was ich gemacht habe, überzeugt war und auch noch bin. Dass die Themen, die die Piratenpartei vertritt, für unsere Gesellschaft wichtig sind – so wie der Umweltschutz und die Grünen in den 80er Jahren.

Flaschenpost: Mit der Wiederwahl hat es nicht geklappt – wie fühlst du dich dazu?

Stefan Körner: Ich habe im Vorfeld schon gesagt: Ich gewinne auf jeden Fall. Entweder die Wahl oder an Lebensqualität. Mit meiner Nicht-Wahl werde ich also an Lebensqualität dazu gewinnen. Ich habe es bereits der ARD gesagt: Das Ehrenamt des Vorstandsvorsitzenden kostet 40-50 Stunden Arbeit pro Woche, neben dem normalen Job. Jetzt fahre ich abends vom Büro nach Hause, habe kein Mumble, keine Termine, keinen Druck mehr. Ich bin erleichtert.

Flaschenpost: Wie ist dein Plan für die nahe Zukunft? Erst einmal die frei gewordene Zeit genießen, oder hast du schon neue Projekte im Auge?

Stefan Körner: Wichtig sind mir erstmal Ruhe und Abstand. Keine piratigen Themen. Einfach nur Freizeit.

Flaschenpost: Und langfristig: Kommt ein Amt im Bundesvorstand für dich wieder in Frage? Oder wo und wie würdest du gerne politisch weiterarbeiten?

Stefan Körner: Ich habe da noch keine Pläne, auch langfristig nicht. Erst einmal Abstand gewinnen hat für mich Priorität, Zeit für Privates ist mir momentan am wichtigsten.

Flaschenpost: Zu deiner Arbeit im Vorstand: Was hat in dem Vorstand, der zu einem großen Teil über die zwei Jahre konstant blieb, gut funktioniert? Wo siehst du noch Verbesserungspotential?

Stefan Körner: Zusammenarbeit innerhalb war im Großen und Ganzen erstklassig. Jedes Team hat mal Auseinandersetzungen, aber insgesamt war es einfach super. Für den neuen Vorstand habe ich keine Vorschläge zur Verbesserung. Das müssen die neuen Mitglieder, die auf dem BPT gewählt werden, unter sich ausmachen und selbst wissen, an welchen Stellen sie ansetzen wollen.

Flaschenpost: Patrick Schiffer wird nun 1. Vorsitzender der Piratenpartei. Was denkst du, sollte er anders machen als du, was genauso?

Stefan Körner: Ich halte nichts davon, anderen Leuten zu sagen, wie sie ihren Job machen sollen. Das hat mich in meiner Amtszeit am meisten genervt. So viele Leute wussten immer genau, wie ich meinen Job machen sollte – vor allem hinterher. Pakki hat das Votum der Mehrheit erhalten und sollte seine Chance bekommen, seine Sache zu machen.

Flaschenpost: Vielen Dank für das Interview und gute Erholung!

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Piratenpartei Deutschland - 27. August 2016 - 17:00

PIRATEN wählen Patrick Schiffer zum Bundesvorsitzenden

PIRATEN - BPT162 - PRESSEMAPPE - BUNDESTAG 2017 - PIRATEN - BACKCOVER - be-him CC BY NC NDPIRATEN - BPT162 - WOLFENNBUETTEL - BUNDESVORSITZENDER PATRICK SCHIFFER - FOTO be-him CC BY NC ND

PIRATEN – BPT162 – WOLFENNBUETTEL – BUNDESVORSITZENDER PATRICK SCHIFFER – FOTO be-him CC BY NC ND

 

Auf dem Bundesparteitag in Wolfenbüttel haben die Mitglieder der Piratenpartei Deutschland den 43-jährigen bisherigen Landesvorsitzenden aus Nordrhein-Westfalen, Patrick Schiffer, zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt.

Patrick Schiffer setzte sich bei der Abstimmung gegen vier Mitbewerber, darunter den bisherigen Amtsinhaber Stefan Körner, durch.

 

PIRATEN - BPT162 - BUNDESVORSITZENDER PATRICK SCHIFFER - FOTO be-him CC BY NC ND

PIRATEN – BPT162 – BUNDESVORSITZENDER PATRICK SCHIFFER – FOTO be-him CC BY NC ND

 

Schiffer bei seiner Vorstellungsrede: »Ich möchte eine Aufbruchstimmung in der Partei. Der Verzicht auf Weltpolitik oder das Verschließen der Augen und Ohren vor ihr schützt nicht vor ihren Fragen! Unsere Weitsicht, unsere Kreativität und unsere Denkfähigkeit sind auf allen Ebenen gefragt!

Wir bieten seit langem eine ernsthafte und zukunftsweisende Politik in allen Politikfeldern. Wir sind thematisch breiter aufgestellt und klarer positioniert. 2012 haben noch 30 Prozent der Menschen in Deutschland gesagt, sie könnten sich vorstellen, uns zu wählen. Daran sollen sie sich erinnern! Ich möchte darauf hinarbeiten, dass wir im kommenden Jahr wieder steigende Mitglieder- und Wählerzahlen haben.«

Der 18. Bundesparteitag in Wolfenbüttel am 27. und 28. August ist ein Wahlparteitag zur Neuwahl des Bundesvorstandes. Bei den PIRATEN ist jedes angereiste Mitglied stimmberechtigt, die PIRATEN haben kein klassisches Delegiertensystem.

 

 

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Patrick Schiffer ist neuer PIRATEN-Vorsitzender 

Patrick Schiffer neuer erster Vorsitzender der PIRATEN

 Ein Wechsel bei der deutschen Ausgabe der Piratenpartei. Patrick Schiffer wechselt den bisherigen Vorsitzenden Stefan Körner aus – und tritt von seinem bisherigen Parteiamt als NRW-Landesvorsitzender zurück. 60 Prozent der Parteitagsakkreditierten stimmten für ihn. 
Was bringt Schiffer an “frischem Wind” in die Partei? 
Zu den Piraten kam er in 2012, seit 2013 ist er Landesvorsitzender. Wie wird sich die Piratenpartei verändern? Das hänge, so Schiffer, von den weiteren Wahlen zum Bundesvorstand ab. Er möchte mit einem breiten Themenspekrum antreten, dazu zählt er explizit die Flüchtlingspolitik. Sein Vorgänger Stefan Körner hielt das vor gerade einer Stunde weniger relevant. 
“Die Piraten leben, machen tolle Arbeit.” Das will Patrick Schiffer in die Öffentlichkeit tragen. Auch mit Kampagnen, und dazu Inhalte von den politisch aktiven Mitgliedern abholen. 
Netzpolitik: “Wir sind eine technikfreundliche Partei.” Und weiter: Die Piraten haben die digitale Revolution verstanden, “wir müssen den Menschen aufzeigen, was besser ist.”
Arbeitsplätze durch den digitalen Wandel werden verloren gehen. Piraten haben da, neben dem bedingungslosen Grundeinkommen, Positionen wie etwa verbesserten Mindestlohn, “die mir in letzter Zeit in der Außendarstellung gefehlt haben.”
Die unterschiedlichen Strömungen “Liberale, Jupis, Grüne …” möchte der neue Vorsitzende gerne stärker institutionalisieren, “ihnen eine Stimme in der Partei schenken.”

Jupis neu gegründet

Die neue Jugendorganisation der Piraten ist am Start. Auf dem aktuellen Bundesparteitag der Piratenpartei wurde das so festgezurrt. Man kann sogar jetzt schon Mitglied werden, bis 27 Jahren regulär, danach als Fördermitglied. Dafür gibts ein herzliches Dankeschön und eine Jugendorganisation, die piratige Interessen vertritt. 
Lea Laux von den Jupis: wir möchten Jugendliche am politischen Prozess beteiligen, zu Wort kommen lassen und in der Partei auch eine Stimme haben, die gehört wird. 
Jonathan-Benedict Hütter: Wir haben noch keine politischen Forderungen festgemacht, das wird mit Aufgabe des neuen Vorstandes sein. Das ganze wird auch auf einem Barcamp oder etwas ähnlichem entwickelt.

Bundesparteitag der Piraten

Wolfenbüttel, 27.8.2016. Draußen 31 Grad im Schatten, drinnen relaxte Diskussion. Der erste Wahlgang zum Vorsitzenden der PIRATEN läuft momentan. In einer Pressekonferenz gegen 13.40 Uhr: der Vorstand in seiner alten Zusammensetzung. 

Wie ist die Bilanz für den jetzt noch amtierenden Bundesvorstand? 

Der erste Vorsitzende Stefan Körner sagt: “Die Ausgangslage ist nicht rosig. Ich kann mich aber an die FDP von vor 2 Jahren erinnern.” Damals waren deren Umfragewerte weit unten. Er möchte in seiner eventuellen nächsten Amtszeit mehr Aufmerksamkeit erzeugen. In Berlin laufe so ein Wahlkampf. 

Kristos Thingilouthis: “Wir haben die ersten Schritte gemacht. Ruhe in die Partei gebracht.” Mitglieder, die in keiner politischen Partei sein sollten, haben die Piraten verlassen. “Wir könnten sicher besser sein. Es wird aber auch vieles besser.”

Der Bundestags-Wahlkampf werde sich, so Körner, um das Thema Innere Sicherheit drehen. 

Die Flüchtlinge stehen weniger im Mittelpunkt der politischen Diskussion, denn die Grenzen “sind mittlerweile geschlossen”. Er möchte, dass Piraten in dem Themenbereich Innere Sicherheit mit all den neuen Überwachungsideen wahrgenommen werden.

“Wir sind für einen bestimmten Themenkomplex gegründet worden.” Das sollte im Wahlkampf im Vordergrund stehen. 

Wohin eine Demokratie steuern kann, sehe man in Österreich oder der Türkei. Eine einmal eingerichtete Überwachungsinfrastruktur werde dann auch gegen missliebige Bürger eingesetzt. Das Eis ist da sehr dünn, so Körner.

Der Live-Ticker zum #BPT162

Abstimmung BPT 15.1 | CC BY @DangerousDetlef

Es ist wieder BPT-Zeit! Die Flaschenpost ist live vor Ort und tickert für euch alles Wichtige. Stimmung in der Halle, Kampfanträge und natürlich die Wahlen und deren Ergebnisse – nur der Stream ist schneller.

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Druckvorlage für das Piratenkandidatensammelkartenspiel BPT16.2

BPT 16.2 | CC BY Piratenpartei Deutschland

Deckkarte zum Sammelkartenspiel | CC-BY-SA-NC 3.0 Flaschenpost

Deckkarte zum Sammelkartenspiel | CC-BY-SA-NC 3.0 Flaschenpost

Das Spiel zum Bundesparteitag 2016.2 in Wolfenbüttel zum selber ausdrucken. Die Druckvorlage für die Karten findet ihr hier. Spielregeln und eine Druckvorlage für weitere Karten findet ihr hier. Einen Artikel über die Geschichte des Sammenkartenspiels findet ihr hier.

Credits für diese Auflage: Orga: Holger Burbach Unterstützung: Steve König, Michael Renner, weitere Piraten Design: Jonathan Dehn

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Die Flaschenpost auf der Gamescom 2016 – Teil 3

GamesCom 2015 | CC BY Patrick Wirtensohn

 Daedalic Entertainment GmbH

Quelle: Daedalic Entertainment GmbH

Meinen dritten Bericht möchte ich mit meinem Besuch bei Daedalic beginnen, denn auch mein dritter Tag auf der Gamescom hat mit einem langen Besuch dort begonnen. Als erstes möchte ich auf Silence eingehen, dem Nachfolger von Whispered World. Das Spiel startet mit Renie und ihrem großen Bruder Noah und schon auf den ersten Blick fällt auf, das es dieses mal vollständig in 3D gemacht ist. Es sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig, allerdings gebe ich ganz klar die Vorwarnung an alle, die Whispered World noch spielen wollen: Spielt es vorher, denn es wird direkt zu Beginn von Silence noch mal grob zusammen gefasst, es würde euch also Spoilern. Ebenfalls neu ist, das man in Silence sterben kann, aber keine Sorge, der letzte Autosave ist nie zu weit entfernt. Zudem gibt es kein klassisches Inventar, so das Daedalic es als “Modernes Adventure” bezeichnen möchte. Falsche Aktionen sollen dieses mal keine einfachen “geht nicht” Antworten auslösen, sondern zum Teil sehr lustige Animationen, die zeigen, wie genau es schief geht. Daher freue ich mich schon sehr darauf, alles Mögliche und Unmögliche auszuprobieren. Nach der kurzen Vorgeschichte landen Renie und Noah gemeinsam in der Welt von Silence und müssen dort ihr Abenteuer bestehen. Zusammen mit Spot (der Super Raupe) gibt es dieses Mal drei vollständig steuerbare Charaktere. Die Spielzeit wird mit ca. 8 bis 12 Stunden angegeben.

Silence erscheint am 15. November 2016 für PC, Mac, Linux, PS4 und XBox One.

 Daedalic Entertainment GmbH

Quelle: Daedalic Entertainment GmbH

Für alle Rätselfreunde ist Crazy Machines 3 mit seinen Physik basierten Rätseln bestimmt das richtige Spiel. Das Spiel rund um die verrückten Maschinen bringt erneut viele viele Rätsel mit sich. Zudem gibt es nun neben den Kampagnen-Modus auch eine Sandbox. Der Editor mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten erlaubt es euch, selbst Rätsel und Level zu erstellen. Durch die Integration des Steam Workshops können die Level auch mit anderen geteilt werden. Der Spielspaß dürfte dadurch deutlich verlängert werden, denn wenn man die Kampagne durch hat, kann man sich die Level der Community ansehen. Die Erfahrung zeigt, das hier teilweise die schwersten und witzigsten Level entstehen.

Crazy Machines 3 erscheint am 18. Oktober 2016 auf Steam und damit für PC.

 

 Daedalic Entertainment GmbH

Quelle: Daedalic Entertainment GmbH

Ebenfalls von Daedalic ist das Spiel Shadow Tactics: Blades of the Shogun, das mit einem japanischen Setting des 16. Jahrhundert aufwartet. Der Spieler kontrolliert bis zu fünf verschiedene Charaktere um seine Mission zu erfüllen. Welche Charaktere zur Verfügung stehen, wird von der Mission vorgegeben. Meist ist der offene Kampf zu schwer, da die Gegner auch Verstärkung rufen können. Daher gilt es so still und heimlich wie möglich vorzugehen, eventuelle Leichen zu verstecken und so auf die eine oder andere Art seinen Auftrag zu erfüllen. Zu bedenken ist auch, das Fußabdrücke im Schnee natürlich eine Zeit lang sichtbar sind und so die Aufmerksamkeit der Wachen auf sich ziehen. Ebenso sehen die Wachen bei Tag und Nacht unterschiedlich weit, so das jedes Szenario anders angegangen werden muss. Nach dem Abschluss jeder Mission kann man Achivements bekommen, die auch verschiedene Arten der Vorgehensweise belohnen. Man kann also nicht alle Medaillen in einem Durchgang bekommen.

Shadow Tactics erscheint auf Steam für den PC und ausßerdem für die Konsolen PS4 und XBox One.

 Daedalic Entertainment GmbH

Quelle: Daedalic Entertainment GmbH

Anders als so manches Spiel ist AER, welches dem Spieler unglaubliche Freiheiten gibt und lässt. Man beginnt mit einer kleinen Vorgeschichte, in der man den Tempel einer alten Gottheit besucht. Diese übergibt als einziges Artefakt im ganzen Spiel eine kleine Lampe. Mit dieser hat man die Möglichkeit, an verschiedenen Stellen mit der Welt zu interagieren. Außerdem bekommt man die Fähigkeit, sich in einen Vogel zu verwandeln und die Welt fliegend zu erkunden. Der Entwickler hat diese Flugerfahrung sehr gut umgesetzt, sodass es für den Spieler eine einzigartige Erfahrung wird, auf die man sich wirklich freuen kann. Wichtig für alle zu wissen ist, das es in dem Spiel keinerlei Gegner oder Kämpfe gibt. Das Spiel ist nur auf Rätsel und Erkundungen ausgelegt. Macht Euch da also bitte keine falschen Hoffnungen, egal wie sehr das Spiel womöglich noch gehypet wird. Ebenfalls gibt es in diesem Spiel keine Quest-Marker, man bekommt nur Hinweise in der Art “suche die Höhle im Osten”, weitere Hilfen gibt es nicht. Da es auch kein Tagebuch gibt, muss man sich diese Hinweise schon merken, oder aber sie von den freundlichen Dorfbewohnern wiederholen lassen. Diese wiederholen allerdings die Quest in “korrekter” Reihenfolge der Hauptquest. In welcher Reihenfolge man die Quests allerdings wirklich angeht, bleibt jedem selbst überlassen. Wirklich beeindruckend ist, dass – obwohl das Spiel in einer riesigen, offenen Welt stattfindet – nichts automatisch generiert wird und es keine Hintergründe gibt, die man nicht erreichen kann.

AER erscheint für PC (Steam), Mac, PS4 und XBox One.

 Bethesda

Quelle: Bethesda

Auch Bethesda hatte in diesem Jahr zwei neue Spiele vorzustellen. Zum einen ist da Dishonored 2, dem Nachfolger von Dishonored. Alte Hasen werden sich noch an die kleine Emelie erinnern, welche damals entführt wurde. Heute ist sie gar nicht mehr so klein, sondern eine junge Frau und gleichzeitig die Kaiserin. Allerdings trachtet man ihr auch heute noch nach dem Thron. Um das zu verhindern, kann der Spieler entweder in ihre eigene Rolle, oder aber in die des Assassinen Corvo, dem Hauptcharakter des ersten Teils, schlüpfen. Erneut stehen dem Spieler dabei einige, sagen wir, übernatürliche Fähigekeiten zur Seite. Diese machen es deutlich einfacher, oder auch erst möglich, sich seinen Weg zu bahnen.

Dishonored 2 erscheint am 11. November 2016 für PC, PS4 und XBox One.

 

 Bethesda

Quelle: Bethesda

Als zweite Spiel von Bethesda wurde Prey vorgestellt. Auch hier ist es möglich, das manche sich daran erinnern, das es im Jahre 2006 schon mal ein Spiel mit diesem Namen gab. Der Entwickler hat sich hier absichtlich gegen eine Nummerierung entschieden, sondern versucht Remake und Neues miteinander zu vereinen. Übernommen wurde angeblich nur die Grundidee, dass Aliens Jagd auf den Spieler machen. Da Prey allerdings komplett überarbeitet wurde, ist nicht nur die Grafik deutlich verbessert worden, sondern eben auch das ganze Spielkonzept. So ist das neue Prey ein ausgewachsener SciFi-Thriller, welcher auf der Raumstation Talos spielt. Talos gilt es zu erforschen und zwar von innen und auch von außen aus dem offenen Weltraum. Das Spiel gibt dem Spieler dabei keinen Weg vor, sondern man kann seinen eigenen suchen. Es bleibt dem Spieler also selbst überlassen, wie er vorgeht.

Prey soll im Jahre 2017 für PC, PS4 und XBox One erscheinen.

 

Ganz zum Ende meines Berichts möchte ich noch kurz das Thema “Killerspiel” ansprechen. Ein Thema, dass derzeit mal wieder hochgekocht wird. Immer wieder sagt man, das Spiele Menschen dazu treiben, Gewalttaten zu begehen. Ich jedoch bin mir sicher, das so etwas nicht stimmt. Zum einen ist es unmöglich, mit Hilfe von Spielen sich an Waffen zu trainieren. Immerhin wird keine mir bekannte Schusswaffe mit der Maus gesteuert. Auch helfen Spiele vielen Menschen, und das ist sogar belegt. Sie können unter anderem Depressionen lindern. Ganz nebenbei erwähnt, die Security der Gamescom hat sich ausdrücklich bedankt für das entspannte Klima. Computerspieler haben stundenlang in einer Schlange angestanden und gewartet und sich dabei vollkommen ruhig verhalten. Bei anderen Veranstaltungen kam es bereits bei kurzen Wartezeiten zu Gewalt.

Daher, liebe Politik, hört auf mit Vorurteilen und übern Kamm scheren. Computerspieler sind genauso wenig alles potentielle Amokläufer, wie Politiker alle nur einen gefälschten Lebenslauf haben. Beides ist bisher doch zum Glück nur die Ausnahme und die Ursachen liegen ganz sicher nicht bei den mit Vorurteilen belasteten Computerspielen … oder auch Politikern.

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Daniel Schwerd | MdL | daniel-schwerd.de - 26. August 2016 - 10:17

Rechts motivierter Brandanschlag in Altena: Ermittlungen gegen Polizeibeamte

Feuerwehrleute

Am 3. Oktober vergangenen Jahres brannte eine Geflüchtetenunterkunft in Altena. Die Täter waren schnell gefasst, zwei junge Männer aus der Nachbarschaft. Die Polizei teilte zunächst mit, ein rechter Hintergrund sei nicht feststellbar, die Täter hatten aus „Besorgnis“ gehandelt, und ermittelte wegen Brandstiftung.

Dabei war die Tat selbst mit hoher krimineller Energie ausgeführt: Eine Notrufleitung zur Feuerwehr wurde vorher durchtrennt, und die Dachbalken mit hoher Fach- und Sachkenntnis angezündet; einer der Täter war Feuerwehrmann. Im Haus lebten sieben Personen, die sich glücklicherweise in Sicherheit bringen konnten. Man kann also gut und gerne davon ausgehen, dass die Täter die Tötung der Geflüchteten mindestens billigend in Kauf genommen haben, man hätte also wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermitteln müssen.

Mehr noch: Erst die Opferanwälte fanden bei eigenen Recherchen auf den Mobiltelefonen der Täter rassistische und rechtsextreme Bilder, darunter Abbildungen Adolf Hitlers und von Hakenkreuzen. Die Behauptung, keinen rechtsextremen Hintergrund feststellen zu können, war also falsch.

Wie konnte es zu dieser unfassbaren Schlamperei und Fehleinschätzung kommen, wie bewertet die Landesregierung diese Vorkommnisse? Das wollte ich in einer kleinen Anfrage, die ich der Landesregierung zustellte, wissen. Die Antwort bestätigte den schlampigen Umgang mit den Telefonen und enthüllte, dass es neben Dienstaufsichtsbeschwerden jetzt auch strafrechtliche Ermittlungen gegen zwei ermittelnde Beamte wegen Strafvereitelung im Amt gebe. Das ist schon starker Tobak.

Unter anderem haben die WELT und WDR Lokalzeit berichtet (Video mit einem Interview mit mir bis zur Depublizierung in etwa 10 Tagen hier, ab Minute 3:30).

Die ermittelnden Behörden waren den Tätern gegenüber wohl zu nachsichtig. Es waren eben die „netten Jungs“ aus der Nachbarschaft, die diesen Brand- und auch versuchten Mordanschlag verübten, gestandene junge Männer mit renommierten Zivilberufen. Das zeigt allerdings, wie tief gruppenbezogener Menschenhass und Rassismus in die Mitte unserer Gesellschaft vorgedrungen ist, wie alltäglich Rechtsterrorismus ist. Doch Nazis haben nicht immer Springerstiefel an – die Ermittlungsbehörden haben sich erneut als auf dem rechten Auge blind erwiesen.

Piratenpartei Nordrhein-Westfalen - 25. August 2016 - 13:31

Wir trauern. Farewell, Purodha!

Purodha Blissenbach

Purodha Blissenbach

Wir trauern. Heute morgen ist Purodha Blissenbach von uns gegangen. Er war ein sehr engagierter politischer Mensch und Pirat in Krefeld. Vielseitig, empathisch und bedacht hat er immer alles mit Ruhe und Verständnis getan. Wir sind ihm sehr dankbar für sein vielfältiges Engagement und werden ihn schmerzlich vermissen.

Farewell, Purodha! Und danke für alles. :‘-(

Patrick Schiffer
Vorsitzender

Daniel Schwerd | MdL | daniel-schwerd.de - 25. August 2016 - 11:42

Breitbandausbau: Wirtschaftsminister Duin startet Ablenkungsmanöver – Netze gehören in Bürgerhand

Duin

Gestern fand das 4. Breitbandforum des Landes NRW in den Räumen der NRW.Bank in Düsseldorf statt. Verschiedene Referenten stellten dort auf Einladung des Wirtschaftsministeriums Möglichkeiten der Breitbandförderung vor. Eingeladen waren Wirtschafts- und kommunale Vertreter aus ganz NRW. Am Rande des Forums kündigte NRW-Wirtschaftsministers Garrelt Duin in einer Pressekonferenz an, bis 2026 ein flächendeckendes Glasfasernetz in NRW errichten zu wollen.

Endlich ist vom Infrastrukturziel Glasfaser die Rede! Nachdem Minister Duin noch vor ein paar Monaten von „technologieneutraler Förderung“ sprach, ist er in seiner Planung jetzt endlich dort angekommen, wovon wir schon seit Jahren sprechen. Damit ist der Weg zu einem echten Gigabit-Netz offen, um unsere Gesellschaft an das 21 Jahrhundert anzuschließen.

Allerdings fürchte ich, dass es sich bei Duins Ansage um ein Ablenkungsmanöver handelt. Ich befürchte, dass damit klammheimlich das bei Beginn der Legislaturperiode vollmundig gegebene Versprechen, bis 2018 ganz NRW an ein lückenloses Breitbandnetz anzuschließen, vergessen gemacht werden soll. Duin scheint jetzt deutlich geworden zu sein, dass die Landesregierung ihr Ziel meilenweit verfehlen wird. Das wäre dann nicht megastark, das wäre megadreist.

Zudem ist bei den Förderungsbedingungen des Netzausbaus das Primat des Marktes zu bemängeln. Öffentliche Förderung von bürgerschaftlichen oder kommunalen Initiativen soll es nämlich nur dort geben, wo es keine privaten Investitionen gibt. Weiterhin gilt die Bündelung alter Kupferkabel durch die Deutsche Telekom mittels sogenanntem Vectoring ebenfalls als Ausbau. Alle rentablen Netzbereiche gehen damit an Privatunternehmen – für Kommunen und gemeinnützige Initiativen bleiben nur unrentable Gebiete. So wird in Zukunft noch mehr Infrastruktur privatisiert als ohnehin schon. Und wenn die Telekom sagt, einen Bereich in den nächsten drei Jahren mit Vectoring ausstatten zu wollen, ist dort keine Förderung von Ausbauprojekten mehr erlaubt. Damit wird Vectoring ganz klar zu einem Innovationshemmnis. Vectoring ist ohnehin Remonopolisierung der letzten Meilen zum Kunden in die Hand der Deutschen Telekom.

Der Netzausbau in Nordrhein-Westfalen sollte doch besser durch ein Investitionsprogramm vorangetrieben werden, bei welchem sich anschließend die Netze in Bürgerhand befinden.

Eine Förderung ist auch nur da möglich, wo die derzeitige Bandbreite unter 30 MBit/s liegt. Eine flächendeckende Förderung bleibt unmöglich. Anekdote am Rande: Minister Duin sprach in seiner Rede von 50 MBit in der Stunde – das wäre die Geschwindigkeit eines alten analogen Modems aus der Mitte der 90er Jahre. Hoffen wir, dass es nur ein Versprecher war – natürlich ist bei der Angabe in MBit/s Megabit pro Sekunde gemeint.

Kein Versprecher war seine Darstellung, eine instabile Netzanbindung könne bei der neuen vernetzten Fabrik (Stichwort „Industrie 4.0“) zur Produktion von Schrott führen oder gar die vernetzten Maschinen beschädigen. Hoffen wir doch sehr, dass das nicht so ist – dass solche Maschinen bei abreißender Internetverbindung im schlimmsten Falle (nach der Fertigstellung des in Bearbeitung befindlichen Werkstücks) einfach stehen bleiben. Maschinen sollen sich unter allen Umständen nur in definierten, sicheren Zuständen befinden! Denn sonst wäre eine solche Fabrik Cyberangriffen vollkommen schutzlos ausgeliefert. Mit gleichen Argumenten wird auch stets der Anspruch nach Netzneutralität im Internet unterhöhlt. Hoffen wir, dass sich der Wirtschaftsminister in dieser Sache in Zukunft besser beraten lässt.

Die Flaschenpost auf der Gamescom 2016 – Teil 2

GamesCom 2015 | CC BY Patrick Wirtensohn

Quelle und (c) by 2k

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Mein zweiter Tag auf der Gamescom startete bei 2k und zwar mit einer Vorführung von Mafia III von Hangar 13. Auf diesen Nachfolger konnte man nun schon 6 Jahre warten und das Warten hat sich wirklich gelohnt. Das Spiel spielt im Jahre 1968 in New Bordeaux und findet sich auf einer gewaltigen Open-World-Karte wieder. Die Quests sind nonlinear angeordnet, sodass es dem Spieler selbst überlassen ist, wann er sich welcher Haupt- oder Side-Quest widmet. Auch gibt es bei jeder Quest mehr als eine Möglichkeit, diese zu erfüllen. Bei der Vorführung waren die Möglichkeiten beispielsweise entweder eine Hotel Lobby zu stürmen oder heimlich durch die Tiefgarage in das Hotel vorzudringen. Die Hauptfigur Lincoln Clay führt in Mafia 3 einen Kampf gegen die italienische Mafiafamilie Marcano. Der Wunsch zu diesem Kampf entspringt, wie so oft, der Rache. Seine eigene Ersatzfamilie wurde von dieser verraten und ausgelöscht. An manchen Stellen habe ich mich an GTA V erinnert gefühlt, aber ich denke, es gibt genügend Unterschiede und vor allem der Flair der 60er Jahre wird durch Mafia 3 gut transportiert. Ein kleiner Gag für die Sammler unter uns: Es wird wieder Playboy-Ausgaben der damaligen Zeit zu finden geben. Angeblich kann man sie sogar durchblättern und die Artikel lesen.

Mafia III erscheint am 7. Oktober 2016 für PC, PS4 und XBox One.

Quelle und (c) by UndeadScout

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Auch heute möchte ich von einem kleinen Indie berichten und zwar von Huskdas im Stil von Silent Hill und Alan Wake mit stillem Horror in einer First-Person-Perspektive seine Aufwartung macht. Eine wirkliche Vorgeschichte bekommt der Spieler hier nicht präsentiert, denn es gilt diese selbst herauszufinden. Wichtig ist, dass es in diesem Spiel kein integriertes Tagebuch gibt, man sollte sich also schon mal Block und Stift bereit legen, um wichtige Dinge selbst zu notieren. Ansonsten kann es schnell vorkommen, dass man ohne PIN Code vor einer verschlossenen Türe steht. Ebenfalls ist es wichtig zu erwähnen, dass alles in diesem Spiel auch kaputt gehen kann. Eine gefundene Taschenlampe ist genauso wenig ewig haltbar wie Waffen oder auch Munition. Auch Waffen können hier Ladehemmungen haben oder nass gewordene Munition kann unbrauchbar werden. Mich jedenfalls hat die kurze Hands On Demo überzeugt und ich freue mich darauf, das kleine Städtchen Shivercliff bald weiter zu erkunden. Vielleicht finde ich ja dann meine Familie wieder?

Leider steht hier noch nicht genau fest, wann und für welche Systeme das Spiel erscheinen wird. Steam ist allerdings sehr sicher.

Quelle und (c) by Ubisoft

Quelle und (c) by Ubisoft

Von Ubisoft habe ich mir in diesem Jahr nur Watch Dogs 2 angeschaut. Direkt zu Anfang möchte ich sagen, dass Ubisoft wirklich auf seine Community gehört und Watch Dogs 2 stark überarbeitet hat. Das Gameplay läuft deutlich flüssiger und man hat auch deutlich mehr Möglichkeiten, in das Spielgeschehen einzugreifen. Die zwei neuen Werkzeuge unseres Hackers sind ein Quadcopter, mit dem man sich einen guten Überblick verschaffen kann und ein kleines ferngesteuertes Gefährt, das auch physischen Kontakt herstellen kann. Diese beiden neuen Möglichkeiten erleichtern das ungesehene Eindringen doch sehr. Der Entwickler betont, dass es möglich ist, das Spiel komplett durchzuspielen, ohne jemanden umzubringen. Natürlich ist der etwas härtere Weg ebenfalls möglich. Ebenfalls neu ist es, dass man auch im normalen Spiel auf andere Spieler treffen kann. Mit diesen kann man sich dann zusammenschließen und schwere Missionen im Co-Op-Modus bewältigen. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob man mit anderen Spielern zusammen spielen möchte oder nicht. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob Ubisoft den Ansturm zum Start des Spieles bewältigen kann oder ob sämtliche Online Funktionen zu Beginn erst mal nur sporadisch funktionieren.

Watch Dogs 2 erscheint am 15. November 2016 für PC, PS4 und XBox One.

Quelle und (c) by CD Projekt Red

Quelle und (c) by CD Projekt Red

Das bekannte Kartenspiel aus der Witcher Welt, Gwent, hat sich zu einem eigenständigen Spiel entwickelt. Der Entwickler CD Projekt Red hat hier viel Zeit reingesteckt und hunderte neue Karten und Fähigkeiten entwickelt. So sind die Partien auch für alte Hasen überraschend und teilweise schwer vorherzusagen. Gwent geht nach wie vor über zwei bis maximal drei Runden und für alle Runden hat man nur ein Kartendeck. Man muss sich also sehr genau überlegen, wie viele Karten man pro Runde ausspielt. Nimmt man in der ersten Runde zu viele Karten, fehlen diese womöglich in der nächsten Runde. Das Spiel macht nach wie vor viel Spaß und ein guter Bluff kann so manche Runde entscheiden. Im Moment befindet sich Gwent in der geschlossenen Beta, für die man sich allerdings anmelden kann. Sehr spannend wird, dass es in Gwent auch einen Singleplayer Modus geben wird, in der man wohl Geralt steuern kann. Die Geschichte dafür wird von den gleichen Leuten entwickelt, die auch die Geschichte für Witcher 3 mitgeschrieben haben. Man darf also auf Großes hoffen. Ebenfalls zeigt der Entwickler sehr viel Humor und auch Selbstironie, so mancher großer Bug hat es zu seiner eigenen Karte geschafft, die Fans bestimmt den einen oder anderen Lacher entlocken wird.

Gwent erscheint für PC und XBox One. Die Closed Beta soll im September 2016 beginnen.

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Emailgate: 15.000 neue Clinton-Mails zeigen Extra-Service für Großspender

dnc Hillary clinton

Alte Mails holen sie ein: Hillary Clinton im Wahlkampf. Foto: neverbutterfly CC Attribution License

US-Präsidentenkandidatin Hillary Clinton wird durch neu veröffentlichte Mails belastet, die bevorzugte Behandlung von Großspendern nahelegen.

Als Ex-Außenministerin nutzte Clinton nicht den dienstlichen Mailzugang, sondern richtete sich einfach einen eigenen ein.

Der private Mailserver stand bei den Clintons – eigentlich ganz vorbildlich – zuhause im Keller – bis 2013, als er in ein Rechenzentrum umzog. Über den Server lief auch vertrauliche Kommunikation und Staatsgeheimnisse.

Bekannt und kritisiert war das intern schon seit 2009 seitens der US-Archivbehörde NARA, denn amtliche Unterlagen wie Ministermails wandern in den USA ins Archiv. Bei einem Privatserver ist diese Archivierung eher schwierig.

März 2015 wurde der Clintonserver publik, im Rahmen der Benghazi-Affäre, mit einem Bericht der New York Times. Das war dann das “emailgate”.

Im Zuge eines Gerichtsverfahrens wurde die Veröffentlichung der Serverinhalte erklagt. Aus diesen Mails sind nun 15.000 weitere Nachrichten aufgetaucht. Futurezone berichtet:

Sie stammen von der engen Clinton-Vertrauten Huma Abedin und sollen den Verdacht nahelegen, dass Spender für die Clinton-Stiftung von Hillarys Ehemann Bill leichter Zugang zur Außenministerin bekommen hatten.

So wandte sich der Kronprinz von Bahrain im Mai 2009 mit der Bitte um ein Treffen mit Clinton an die Stiftung, nachdem er auf dem üblichen Weg eine Absage bekommen hatte – mit Erfolg.

Das Thema Stiftung und die zahllosen Mails wachsen sich zu einer echten Belastung für den Clinton-Wahlkampf aus.

LINKS:
dpa-Meldung bei Futurezone, 15.000 neue Clinton-Mails sollen veröffentlicht werden

Wikipedia: Hillary Clinton EMail Controversy: https://en.wikipedia.org/wiki/Hillary_Clinton_email_controversy

30,322 Mails von Hillary bei Wikileaks: https://wikileaks.org/clinton-emails/

Kandidateninterviews zum BPT 2016.2 – Mirko Glotz

Kandidateninterviews BPT 16.2 | CC BY SA 3.0 Steve König

Mirko Glotz | CC BY SA NC Bernd.Pirat

Mirko Glotz | CC BY SA NC Bernd.Pirat

Es ist wieder soweit: Bundesparteitag bei den Piraten. Diesmal geht es nach Niedersachsen in das beschauliche Wolfenbüttel. Der kommende BPT ist besonders wichtig, denn wir müssen anfangen, einen Plan und vor allem ein Wahlprogramm für die Bundestagswahl in 2017 aufzustellen. Aber natürlich geht es bei diesem Parteitag auch wieder um personelle Aufstellung. Die Wahlen zum Bundesvorstand stehen wieder auf der Agenda und einige Kandidaten haben sich bereits für die vakanten Positionen zur Verfügung gestellt.

Wir haben alle Kandidaten, die sich auf der Kandidatenliste im Wiki eingetragen haben, angeschrieben und ihnen Gelegenheit gegeben, auf unsere Fragen zu antworten, um sich euch vorzustellen.

Für dieses Interview sprachen wir mit Mirko Glotz.

Flaschenpost: Wer bist du und was machst du bei den Piraten?

Mein Name ist Mirko und ich bin seit 2012 bei den Piraten. Erstmals aufgefallen ist mir die Piratenpartei so um 2009 herum im Rahmen der Zensursula Debatte. Zu diesem Zeitpunkt war mir schon klar, dass sich politisch einiges tun muss und die Piraten da den richtigen Weg einschlugen. Ehe ich jedoch selbst den Schritt gewagt habe mich zu engagieren, verging einige Zeit. Seit meinem Eintritt 2012 habe ich mich dann vorrangig dem Thema Außendarstellung gewidmet und habe in den vergangenen Jahren sehr viel organisatorische Arbeit geleistet. Mein Fokus war immer darauf gerichtet, der Piratenpartei den Weg für politische Arbeit zu ebnen, auch wenn man bisweilen gegen viele Widerstände, auch aus den eigenen Reihen, kämpfen muss. Die Erfolge meiner Arbeit sollten am Ende für sich sprechen.

Flaschenpost: Zu welchem Landesverband gehörst du?

NRW – Dortmund

Flaschenpost: Wie lautet dein Twitter Nick?

@HuWutze

Flaschenpost: Für welche Ämter kandidierst du?

Für den Vorsitzenden der Piratenpartei.

Flaschenpost: Wie viele Jahre Erfahrung hast du in Beauftragungen bei einer Partei gesammelt?

3 Jahre (Krähennest/Piratenradio)

Flaschenpost: Wie viele Jahre Erfahrung hast du in Bundesvorständen einer Partei gesammelt?

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Flaschenpost: Wie viele Jahre Erfahrung hast du in Landesvorständen einer Partei gesammelt?

0

Flaschenpost: Wie viele Jahre Erfahrung hast du in sonstigen Vorständen (z. B. Kreis- oder Bezirksebene) einer Partei?

0

Flaschenpost: Wie viele Jahre Erfahrung hast du in leitenden Positionen im Job gesammelt?

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Flaschenpost: Wie viele Programmanträge hast du eingereicht? Was sind deiner Meinung die wichtigsten davon?

Keinen, jedoch war ich an dem ein oder anderen beteiligt.

Flaschenpost: In wie vielen Programmbereichen fühlst du dich kompetent? Welche sind das?

Die sogenannten Kernthemen wie Datenschutz, Transparenz, Beteiligung sowie eine Reihe sozialpolitischer Themen oder Bildungspolitik.

Flaschenpost: Welche Programmbereiche sind dir am wichtigsten und warum?

Kein spezielles eigentlich. Ich habe bisher immer versucht ein positives Gesellschaftsbild mit dem Namen Piratenpartei zu verbinden und zu vermitteln und bediene mich dann natürlich aus dem Fundus des Piratenprogramms. Zu vielen gesellschaftlichen Problemen kann ich dann etwas sagen, halte mich aber bei ganz speziellen Themen, von denen ich persönlich nicht oder nur wenig überzeugt bin oder auch einfach nur zu wenig Wissen besitze, zurück. Das sind dann solche Thematiken wie Fan-Rechte und Pyro oder eben auch die Drogenpolitik.

Flaschenpost: Danke für deine Zeit und viel Erfolg bei der Wahl beim BPT!

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Piratenpartei Deutschland - 24. August 2016 - 18:00

PIRATEN lehnen Gesichtserkennungsvorschlag von Bundesinnenminister de Maizière ab

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PIRATEN lehnen Gesichtserkennungsvorschlag von Bundesinnenminister de Maizière ab

Die Piratenpartei stellt sich entschieden gegen die neuen Pläne von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bürger flächendeckend in der Öffentlichkeit mit Kameras überwachen und deren Gesichter automatisch scannen zu lassen.

Stefan Körner, Bundesvorsitzender der PIRATEN, sieht in dem Überwachungskonzept einen weiteren Fall von „zügelloser Datengeilheit“ de Maizières und weist zugleich auf Missbrauchs- und Manipulationsmöglichkeiten des Gesichterabgleichs hin:

»De Maizière möchte sich nun wohl sein eigenes „Facebook“ basteln, eine riesige Sammlung von Porträtfotos, denen Namen zugeordnet werden. Diese werden entweder als neue Datensätze angelegt oder mit bereits vorhandenen verknüpft und abgeglichen. Durch diese Maßnahme wird die umfassende, grundlose Überwachung der gesamten Bevölkerung weiter ausgebaut. Alle Daten werden auf Vorrat gesammelt. De Maizière geht hierbei wie ein „Datenhamster“ vor.

Weiterhin besteht die Gefahr, dass hier eine neue Superdatenbank mit biometrischen Grunddaten aller Bürger und Besucher Deutschlands angelegt werden könnte. Jeder wird dann automatisch gescannt, ausgewertet und gespeichert. Wir halten das für völlig inakzeptabel, zumal es bisher noch nicht einmal eine ausreichende, datenschutzkonforme Rechtsgrundlage dafür gibt.

Biometrische Systeme wie eine Gesichtserkennung sind nicht sicher. Sie lassen sich leicht manipulieren. Wir als Piratenpartei lehnen jeden weiteren Versuch, unser aller Freiheit einzuschränken, entschieden ab.«

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Einreichung der bislang größten Verfassungsbeschwerde:

Rainer Wermelt | rainerwermelt.de | Einreichung der bislang größten VerfassungsbeschwerdeMehr als 125.000 klagen gegen CETA

Mit mehr als 125.000 Bürger-Vollmachten ist „Nein zu CETA“ die größte Verfassungsbeschwerde in der Geschichte der Bundesrepublik. Am 31. August reicht ein Bündnis aus Campact, foodwatch und Mehr Demokratie die Beschwerde gegen das Freihandelsabkommen CETA beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Bereits am 30. August werden die Vollmachten in Erfurt auf einen Transporter geladen. Im dortigen gemeinnützigen Christophoruswerk wurden die Vollmachten sortiert und erfasst.  Am 31. August wird der Transporter vormittags vor dem Bundesverfassungsgericht eintreffen. Kläger aus der Region werden den Kleinlaster in Empfang nehmen und die beschrifteten Kartons mit den Vollmachten aufstapeln und ins Gebäude tragen. 

 

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Die Flaschenpost auf der Gamescom 2016 – Teil 1

GamesCom 2015 | CC BY Patrick Wirtensohn

CC-BY Patrick Wirtensohn

CC-BY Patrick Wirtensohn

Auch in diesem Jahr habe ich für die Flaschenpost die Gamescom besucht und mir die Neuerungen angeschaut. Angefangen habe ich bereits am Dienstagabend auf der EA Grande Opening, bei der den anwesenden Pressevertretern die Neuerungen von Electronic Arts gezeigt wurden. Die Ansprache selbst war nur sehr kurz und knapp, denn in diesem Jahr stand Hands On, also das Probespielen, im Vordergrund. Ich habe mir in zwei Runden Titanfall 2 angeschaut und das überarbeitete Multiplayer ausprobiert. Um zu beweisen, dass Titanfall 2 auch auf Konsolen läuft, wurde es auf der PS4 vorgeführt. Später habe ich in der Pressevorführung noch erfahren, dass Teil 2 von Titanfall auch einen Singleplayer Storymode bekommen wird. Etwas worüber sich viele freuen dürften, denn hier hat EA sehr auf das Feedback der Spieler gehört.

Das Spiel soll am 28. Oktober 2016 für PC, PS4 und XBox One erscheinen.

Natürlich gibt es auch wieder ein Fifa, dieses mal mit der Jahreszahl 2017 und auch das neue Battlefield 1 wurde vorgestellt. Hier kann man sich mit den Waffen des Ersten Weltkrieges zu Lande, zu Wasser und in der Luft bekämpfen. Darauf möchte ich jetzt allerdings nicht sehr groß eingehen, da über diese Titel bestimmt überdimensional berichtet werden wird.

CC-BY Patrick Wirtensohn

CC-BY Patrick Wirtensohn

 

Auch Gameforge ist wieder auf der Gamescom zu finden und stellt dieses mal mit Dropzone ein neues Spiel vor. Das Spiel des amerikanischen Entwicklers Sparkypants ist ein sogenanntes Echtzeit-Strategie Spiel. Es geht darum, mit Hilfe von “Cores” die Energieversorgung der Menschheit aufrecht zu erhalten. Leider sind jedoch die Abbauplaneten nicht so unbewohnt wie man dachte. So werden immer 3 Mechs auf den Planeten geschickt, um die Kavash, eine Alienrasse, zu bekämpfen und Cores abzubauen. Dummerweise werden immer zwei Commander auf den Planeten geschickt, so dass auch diese sich bekämpfen. Eine Runde dauert immer 15 Minuten und findet auf einer zufälligen Karte statt. Dropzone erscheint für PC und befindet sich aktuell in der Beta-Phase.

 

Quelle und (c) by Daedalic Entertainment GmbH

Quelle und (c) by Daedalic Entertainment GmbH

Daedalic hatte auch in diesem Jahr wieder einiges vorzustellen, so hatte ich dort sogar an zwei Tagen Termine, um das alles zu schaffen. Am ersten Tag habe ich mir State of Mind angesehen, dessen Entwickler gerne erzählende Spiele in Adventure Form verpackt. Grob zusammen gefasst hat er einen Blick in eine mögliche Zukunft geworfen und zwar ins Jahre 2048. Dort ist es möglich sein Gehirn in eine Art virtuelle Realität hochzuladen und dort weiter zu existieren. Es gibt also neben der realen auch eine utopische virtuelle Realität und in beiden leben “Menschen”. In Fall von unserer Spielfigur ging dieser Upload jedoch leider schief und so existieren ein gebrochener Mann in der realen und eine unvollständige “Ki” in der vituellen Welt. Der Spieler muss nun versuchen, das Leben der beiden wieder Puzzlestück für Puzzlestück zusammenzufügen und ein großes Ganzes daraus zu machen. Ob das allerdings wirklich gelingen wird, ist fraglich.

State of Mind soll Anfang 2017 erscheinen, grob 20 Spielstunden umfassen und auf PC, Mac, Linux, PS4 und XBox One spielbar sein.

Quelle und (c) by IMGN.PRO / Fool's Theory

Quelle und (c) by IMGN.PRO / Fool’s Theory

Ebenfalls eher im Indie-Bereich anzusiedeln, ist das Spiel Seven: Days long gone, welches mit einem gemischten Setup aus SciFi und Mittelalter aufwartet. Es handelt sich hierbei um ein Rollenspiel, welches in einer postapoklyptischen Zeit spielt. Die Quests sind nonlinear angelegt, so dass man sie ganz nach Belieben angehen kann. Auch gibt es natürlich eine ganze Menge Side-Quests und ein ausgewachsenes Crafting System. Bis zur Veröffentlichung soll noch ein Savehouse dazu kommen, in dem man sich nach und nach einrichten kann. Das Leveldesign ist sehr vertikal angelegt und so kann man sich mit seiner Figur auf den unterschiedlichsten Ebenen frei bewegen und so meist mehr als einen Weg an sein Ziel finden. Um jedoch in neue Bereiche vorzudringen, sollte man sich ein sogenanntes Visa besorgen, damit einen die Wachen dort dulden. Ansonsten sollte man sich wohl besser versteckt halten.

Seven soll für den PC auf Steam erscheinen, das genaue Datum steht leider noch nicht fest.

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