Kunst und Kultur

Für ein abwechslungsreichen Kultur- und Sozialleben

Kultur steht für die Art und Weise, wie Menschen miteinander agieren und sich selbst ausdrücken. Dies hat für uns in einem freien, gleichberechtigten und sozialen Umfeld zu geschehen, welches durch die Gesellschaft zu gewährleisten ist. Dabei sollen alle Menschen in der Stadt die Möglichkeit haben, am öffentlichen Leben teilzuhaben, sich mit ihren Ideen und Fähigkeiten zum Wohl der Stadt und unserer Gemeinschaft einzubringen. Die Gesellschaft ist die Gewinnerin eines abwechslungsreichen Kultur- und Soziallebens. Daher ist es in ihrem eigenen Interesse, über verschiedene Angebote und Dienstleistungen, die Grundversorgung zu gewährleisten. Dies schließt neben wirtschaftlichen auch strukturelle und soziale Aspekte im hohen Maße mit ein.

 

Kultur ist identitätsbildend

Kultur ist Identität. Alles, über das sich Individuen, Gemeinschaften und die gesamte Gesellschaft ihrer selbst versichern, Werte klären und entwickeln, ihre Kreativität ausprobieren und ausleben, all das, was über funktionale Lösungen für praktische Aufgaben hinausgeht, ist Kultur. Dazu gehören die freien Künste ebenso wie Brauchtümer und die Gestaltung des Lebensumfeldes. Kunst und Kultur in all ihren Ausdrucksformen gehören untrennbar zu einer lebendigen, vielfältigen und bunten Gemeinschaft. Sie hinterfragen den derzeitigen Zustand kritisch und versuchen diesen positiv zu verändern. Dabei sind sie zugleich Ausdruck und Mittel zur Kommunikation und schaffen Autonomie und Bewusstsein für die individuelle Entwicklung. Keine Kulturform ist mehr oder weniger wert als eine andere. Staatliche und freie Institutionen und Medien klären auf, informieren und eröffnen Zugang zu Bildung und Kultur. Die Kultur- und Kreativwirtschaft schafft Arbeitsmöglichkeiten und ist ein wichtiger Motor für Innovationen. Neben ihrem kulturellen Wert ist sie auch eine wirtschaftliche Größe. Ich sehe es auch als meine ganz persönliche Verantwortung an, die Schaffung und den Bestand von Werken und Dienstleistungen im Hinblick auf Vielfalt zu fördern. Mein Ziel ist es, dass etablierte wie neuartige Ausdrucksformen gleichberechtigt zur Identität des Kreises und seinen Städten und Gemeinden beitragen können.

Teilhabe

Jeder Mensch ist ein kulturaktives Wesen und damit elementarer Bestandteil der Kultur. Ich will einen barrierefreien Zugang zu Kunst, Kultur und Bildung für alle Menschen gewährleisten, unabhängig von sozialer Herkunft, Bildungsstand oder körperlichen wie geistigen Einschränkungen. Bildung trägt nicht nur zu einer nachhaltigen Förderung und Bewahrung von Kunst und Kultur bei, sie stellt vor allem eine der größten Zugangshürden für kulturelle Teilhabe dar. Die Förderung von Schulen und jeder freie Einrichtung der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung dient somit dem Ziel, das Interesse an Kulturerfahrungen in dem gesamten Kreis zu erhöhen. Ich erwarte von kommunal geförderten Institutionenen, sich für die Teilhabe anderer Künstler und Vereine zu öffnen

Kultur für alle

Von dem großen Kulturangebot im Kreis Coesfeld sollen alle Einwohner unabhängig von ihrem Geldbeutel profitieren können. Daher schlage ich vor, für Museen und Ausstellungen in kommunaler Trägerschaft in den Schulferien die Nutzungsentgelte auf 1 Euro festzusetzen. Durch einen geringeren Eintrittspreis haben finanziell schwächere und kinderreiche Familien in den Ferien die Möglichkeit, diese Ausflugsmöglichkeit zu nutzen.

 

Kulturelle Vielfalt fördern

Um die Konzentration auf wenige Institutionen zu verhindern, soll Kulturförderung an Bedingungen geknüpft sein, die Vielfalt unterstützen. Dies kann sich in klaren Forderungen gegenüber den Geförderten ausdrücken, aber auch von der Offenheit geförderter Initiativen abhängen. Ziel ist die Zusammenarbeit von Initiativen, nicht deren Konkurrenz.

Kulturförderung

Für mich steht außer Frage, dass eine kommunale Förderung von Kunst und Kultur notwendig ist. Ich sehe jedoch auch den Wandel in der Gesellschaft und die Notwendigkeit privaten und institutionellen Engagements. Ich will Kulturförderung der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen indem Rahmenbedingungen und Anreize für die Ausrichtung von Veranstaltungen und Festivals, für die Bereitstellung von Räumen und Sachmitteln und die Möglichkeit für Spenden geschaffen werden. Das erhöht das Bewusstsein und verbessert die Wertschätzung für die Schaffung von Kultur. Als geeignetes Instrument sehen wir unter anderem die Bereitstellung von Kulturflächen. Im Kreis gibt es viele ungenutzte städtische wie private Flächen, die – kulturell belebt – einen geistigen Mehrwert für die Städe und Gemeinden im Gegensatz zu einer Brachfläche bieten. Ein anderes Instrument ist die regelmäßige lokale und regionale Ausrichtung von kulturellen Projekten oder die strukturelle und wirtschaftliche Unterstützung solcher Projekte. Hier sollte das Augenmerk auf einer ausgewogenen Förderung unterschiedlicher Sparten liegen, um Monokulturen zu vermeiden. Bei all diesen Anliegen gilt es, Abhängigkeiten zwischen Förderern und Kulturschaffenden zu begrenzen. So ist die Kommune dafür verantwortlich, eine ausgewogene Vielfalt zwischen einzelnen Kulturformen zu bewirken und die Förderung von Projekten über längere Zeiträume sicher zu stellen

Mehr Subkultur statt subventionierte Hochkultur

Ich will die freie Kultur im Kreis Coesfeld grundsätzlich fördern. Ich will das Kulturinitiativen größere Freiräume geboten sowie Kultur- und Sportvereine unterstützt werden. Bestehende Kulturräume sollen erhalten bleiben.
Ich setze mich dafür ein, das Konzept der Soziokultur und damit der selbstverwaltete bzw. selbstbestimmte Kultur neu zu beleben, und auf die ursprünglichen Ideen von Hermann Glaser zurückzuführen (Glaser 2.0). Der Schwerpunkt muss wieder darin liegen neue Jugend- und Kulturgenerationen aufzunehmen und ihnen ein Podium zu bieten.

Förderung von Hacker- und Makerspaces

Die stark aufblühende Hacker- und Makerspace-Kultur ist die Grundlage neugierigen Experimentierens in der Schnittmenge zwischen Technologie, Wissenschaft und Kunst. Wir fördern den kreativen Umgang mit Technologie und dementsprechend Hacker- und Makerspacebewegungen im Kreis Coesfeld.

Mehr legale Graffittiwände

Ich fordere, dass zusätzliche Wände von öffentlichen Gebäuden oder eigens dafür errichtete Wände im Kreis für Graffiti freigegeben werden. Eine kluge Verwaltung sollte versuchen, kreatives Potential zu binden und damit die Graffitikunst, statt sie zu kriminalisieren, hin zu einer anerkannten, bereichernden und legalen Kulturform weiter zu entwickeln.

 

Kulturelles Erbe sichern - Kulturelles Leben fördern

Digitalisierung und zugänglichmachung alles städtischen Archive

Ich fordere den sofortigen Beginn der Digitalisierung der Stadtarchive und aller weiteren Archive und Sammlungen in öffentlicher Hand, sowie die kostenfreie Zugänglichmachung dieser Daten im Internet. Das Stadtarchiv im Besondern, und städtische Sammlungen und Archive im Allgemeinen, sind durch mangelnde Betreuung, kurze Öffnungszeiten und generell schwere Erreichbarkeit für viele Menschen unbenutzbar, obwohl sie durch Steuergelder maßgeblich getragen und finanziert sind. Grade Forschern oder interessierten Menschen von ausserhalb des Kreises wird hier das kulturelle Erbe zur Zeit effektiv vorenthalten. Digitalisierung und Verfügbarmachung schafft hier Abhilfe.

Städtepartnerschaften beleben

Die Städte und Gemeinden im Kreis haben Partnerstädte. Ich setze mich sich für einen Ausbau und die Intensivierung der Verbindungen der Bürgerinnen und Bürger der Komunen zu den Partnerstädten ein. Ich möchte bisherige und zukünftige Aktivitäten und Projekte stärker in das Bewusstsein der Bürger bringen und das Interesse und die Bereitschaft aktiv mitzuwirken zu wecken. Termine, Veranstaltungen und Planungen sollen von der Kommune koordiniert und regelmäßig veröffentlicht werden.

Aus gutem Grund:

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